Von fair bezahlten Erwachsenen für unsere Kinder: Adventskalender und Schoko-Bischöfe aus dem Weltladen

GEPA-Adventskalender mit fair gehandeltem Zutaten aus Paraguay, São Tomé, der Dominikanischen Republik und aus dem Alpenvorland

Das Krippenmotiv des diesjährigen Adventskalenders und der Weihnachts-Schokolade-Tafeln im 40- und 100-Gramm-Format stammt aus Peru. Der Künstler Josué Sánchez hat den Kalender in warmen Farben gestaltet; angeregt und begleitet von GEPA-Gesellschafter MISEREOR.

Die Heilige Familie wird von Musikern in einem Anden-Dorf begrüßt. Sie spielen Flöte, Geige und Wajrapucco (ein aus Stierhörnern gefertigtes Blasinstrument). Andere Dorfbewohner bringen Josef und Maria einen Mais-Eintopf und gekochte Kartoffeln sowie das Maisgetränk Chicha in Tongefäßen mit. Ein anderer hält ein Geschenk in den Händen.

Die faire Bio Schokolade wurde mit fairer Naturland Bio Milch aus Berchtesgaden ohne Emulgatoren hergestellt.

Bei uns im Weltladen erhältlich, genauso wie viele andere leckere Weihnachtsprodukte aus dem Fairen Handel. Damit auch die Produzentinnen und Produzenten Weihnachten feiern können und ihre Kinder zur Schule gehen können. Hiermit leisten Sie einen wichtigen Beitrag zur Armutsbekämpfung weltweit.

Landraub mit deutscher Unterstützung? – Warum wir handeln müssen.

Foto einre Filmszene: afrikanische Menschen auf dem Boden sitzend vor einem Baum, Busch im Hintergrund
Quelle: Szenenfoto © EZEF

Am 8. November hat eine kleine Zuschauerrunde den Hamburger Filmemacher Michael Enger mit Fragen gelöchert. Dies kam, weil sie zuvor den Film „Der Fall Mubende und der bittere Geschmack der Vertreibung“ gesehen haben. – Für alle die dies verpasst haben, ist der Film auch bei der Deutschen Welle zu sehen.

Im Film wird deutlich, dass einer der größten Rohkaffeeimporteure weltweit, die inhabergeführte Neumann-Gruppe GmbH – http://www.nkg.de/ – aus Hamburg, von der Vertreibung auf dem Gebiet ihrer heutigen „Vorzeige-Plantage“ Kaweri in Uganda gewusst hat und mit hoher Wahrscheinlichkeit dies auch gutgeheißen hat. Obwohl es ein Gerichtsverfahren am High Court in Uganda mit einem Urteil gegen die Anwälte des Staates und des Plantagenbetreibers gibt, sieht die deutsche Politik keine Notwendigkeit, dieses Vorgehen zumindest politisch zu ahnden. Armutsbekämpfung in Entwicklungsländern mit deutscher Unterstützung sollte dies jedoch tun.

Ein Unternehmen, dass sich folgenden Werte verplfichtet und diese auch auf der Webseite anpreist – siehe http://www.nkg.de/ueberuns/werte, geladen am 14.11.17 – nur auszugsweise:

  1. aus Wert Nr. 1: „Wir betreiben uns Geschäft mit Herz und Verstand“
  2. aus Wert Nr. 3: „Unser Ziel ist es, für alle Beteiligten einen messbaren Nutzen zu erzeugen.“
  3. aus Wert Nr. 4: „Wir […] arbeiten in einem Klima von Solidarität und fairem Handel.“
  4. aus Wert Nr. 5: „Gleichzeitig sehen uns in der Verantwortung, einen positiven Beitrag zur Gesellschaft und zur Umwelt zu leisten.“

Wie passen solche Aussagen zu den Vertreibungen, selbst wenn einige der Bäuerinnen und Bauern einen Vertrag unterschrieben haben, welcher in einer Sprache bzw. einer Schrift verfasst ist, die sie nicht verstehen oder gar lesen können? Wo ist hierbei das Herz? Was ist der messbare Nutzen eines neuen Stück Land, auf dem sie nichts anbauen können? Wo ist der positive Beitrag zur Gesellschaft, wenn auf einer Fläche von knapp 1.800 ha Kaffee-Plantage nur noch 250 Beschäftigte arbeiten, wo vorher mehrere hundert, nach FIAN-Angaben über 2.000 Menschen gelebt haben, sich ernährt haben? Die Saisonarbeiter werden davon nicht besser leben können, auch wenn die „Bezahlung […] deutlich über vergleichbarer Arbeit auf ugandischen Tee- und Zuckerplantagen“ liegt – so die Neumann Gruppe – http://www.nkg.de/userfiles/Documents/2013-02-01-kaweri-clean-title-de.pdf.

Was wir nun tun können bzw. müssen:

    • Den Film „Der Fall Mubende“ ansehen und weiterleiten: http://www.dw.com/de/der-fall-mubende/av-41308110, auch in Englisch und Spanisch:
      • „The Mubende Coffee Plantation and the Bitter Taste of Eviction“
        http://www.dw.com/en/the-mubende-coffee-plantations-and-the-bitter-taste-of-eviction/av-37074814
      • spanische Fassung:
        „El caso Mubende y el amargo sabor de la expulsión“
        http://www.dw.com/es/el-caso-mubende-y-el-amargo-sabor-de-la-expulsi%C3%B3n/av-37074688
    • Die eigenen Lieblingskaffeeröster persönlich anfragen, ob sie Rohkaffee von der Neumann Gruppe beziehen. Falls ihre Röster dies nicht wissen, sollten diese dies klären und lasst es euch bestätigen.
    • Einen Protestbrief oder eine -Mail an die Neumann Gruppe schreiben.
    • Die Forderungen von CorA, Forum Menschenrechte und FIAN an die Politik an die gewählten Abgeordneten weiterleiten: http://www.cora-netz.de/cora/wp-content/uploads/CorA-ForumMR_Steckbrief-KaweriCoffeePlantation.pdf
    • Petition zur Stärkung der Rechte von Kleinbäuerinnen und Kleinbauern weltweit unterzeichnen: https://www.fian.de/mitmachen/aktionen/petition-peasants-rights/
EU-weite Petition zur Stärkung der Kleinbauernrechte
EU-weite Petition zur Stärkung der Kleinbauernrechte

Anders als Du glaubst! – Die Berliner Compagnie gastiert am 21. Nov. 2017 im Salmen.

Foto mit 5 Menschen in hellgrauen Gewändern und Kleidern auf dunkelgrauen Sockeln vor schwarzem Hintergrundauf

ANDERS ALS DU GLAUBST

Ein Theaterstück über Juden, Muslime, Christen und den Riss durch die Welt.

Ob unter dem Deckmantel der Religion machtpolitische oder wirtschaftliche Interessen ausgetragen werden, ob fanatische Gläubige aufeinander losgehen: Religion hält her für Terroranschläge, Eroberungen, Mord und Totschlag. Das ist die eine Seite. Andererseits: Selbst wenn der Religion nur zugestanden wird, Seufzer der Kreatur zu sein, so ist sie doch auch Protest gegen Ungerechtigkeit, gegen die Aufspaltung der Welt in arm und reich.

Mit freundlicher Unterstützung von

Kooperationsveranstaltung mit Bildungszentrum Offenburg, Evangelischer Erwachsenenbildung Ortenau , VHS Offenburg und Kulturbüro Offenburg

Tickets gibt es hier: Kulturbüro/ReserviX

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Frohe Weihnachten für alle? – 4. November 2017 | 10.30-12.00 Uhr | Gemeindehaus der Stadtkirche, Poststraße 16, Offenburg

Wer deckt uns den (Weihnachts)Tisch und was liegt unterm Weihnachtsbaum?

Am Samstag, den 4. November 2017 laden der Weltladen und die Evangelische Stadtkirchengemeinde herzlich von 10.30-12.00 Uhr ins Gemeindehaus der Stadtkirche in die Poststraße 16 in Offenburg zu der Veranstaltung „Frohe Weihnachten für alle“ ein.

Erwachsene und Kinder können dort viel Interessantes über den fairen Handel und „FAIRSuchungen ohne Beigeschmack“ erfahren.

Der Blick wird dabei besonders auf die bevorstehende Advents- und Weihnachtszeit gelenkt:

  • Worauf kann ich beim Besorgen von Weihnachtsgeschenken achten?
  • Ist unser Nikolaus auch fair?
  • Wie backe ich faire Plätzchen?
  • Wie kann ich meine Geschenke umweltfreundlich verpacken?
  • Gibt es Weihnachtsdeko aus fairem Handel?

Nach einem gemeinsamen Beginn werden die Kinder zusammen zum Thema basteln und Geschichten hören. Ein Weltstand lädt zum Stöbern ein und faire Schokolade darf probiert werden.

Für eine bessere Planung wird um Anmeldung gebeten:

telefonisch oder eMail

Veranstalter: Evangelische Stadtkirchengemeinde

Der Fall Mubende und der bittere Geschmack der Vertreibung – 8. November 2017 – 19:30 Uhr – Bildungszentrum

Foto einre Filmszene: afrikanische Menschen auf dem Boden sitzend vor einem Baum, Busch im Hintergrund

Filmgespräch mit dem Filmemacher Michael Enger im Kath. Zentrum St. Fidelis

Fälle von Landraub – „Landgrabbing“ – machen immer wieder Schlagzeilen. Der Film rekon­struiert Vorfälle aus Uganda, wo die Armee 4.000 Menschen von ihren Grundstücken ver­trieb, um Platz zu machen für eine Kaffee­plantage einer Tochterfirma der Ham­burger Neumann Kaffee Gruppe. Kleinbauern schildern die damaligen Ereignisse und deren Folgen für ihre Familien. Der ehemalige Schul­leiter des Dorfes berichtet, wie er bei der Zusammen­stellung der Liste der betroffenen Menschen immer wieder behindert oder bedroht wurde.

Unterstützt von internationalen Menschen­rechtsorganisationen wie FIAN ist es ihm schließlich gelungen, den Fall vor Gericht zu bringen.

Der Filmemacher Michael Enger steht nach der Vorführung zum Gespräch zur Verfügung.

Kooperation des Bildungszentrums Offenburg mit der Evang. Erwachsenenbildung Ortenau und dem Weltladen Regentropfen Offenburg,  gefördert durch Engagement Global.

Leitung: Jochen Walter / Michael Enger
Termin: Mittwoch, 8. November 2017, 19:30 Uhr
Eintritt: 5,00 €
Ort: Bildungszentrum Offenburg, Kath. Zentrum St. Fidelis, Straßburger Str. 39
77652 Offenburg, Tel. 0781 925040
www.bildungszentrum-offenburg.de