„The True Cost“ – Wer zahlt den Preis der Mode? – Film & Modenschau am 30.9.2016 um 18 Uhr

THE TRUE COST – DER PREIS DER MODE, Grandfilm

THE TRUE COST – DER PREIS DER MODE, Grandfilm

30.09.2016, 18 – 21 Uhr
Katholisches Bildungszentrum / St. Fidelis, Straßburger Straße 39, Offenburg

Ein Pullover oder eine Hose für weniger als 10 Euro, ein Hemd für 5 – oft ist man begeistert, wie billig die neueste Mode bei uns zu haben ist. Doch wie kann es sein, dass Kleidung bei uns so wenig kostet?

Die Diskrepanz zwischen der glitzernden Modewelt mit wöchentlich wechselnden Kollektionen auf der einen Seite und der Realität der Produktion auf der anderen Seite wird den Käufern erst allmählich bewusst. „The True Cost – Der Preis der Mode“ macht deutlich, wo die Kleidung hergestellt wird, welche Arbeitsbedingungen dort herrschen und welche Konsequenzen der Baumwollanbau für die Bevölkerung vor Ort hat.

Im Anschluss an den Film zeigt eine kleine, faire Modenschau unter Beteiligung der UNESCO-Gruppe der Klosterschulen Offenburg sowie Schülerinnen des Oken-Gymnasiums öko-faire Alternativen zu den gängigen Praktiken auf.

In Kooperation mit BUND Umweltzentrum Offenburg, Evangelische Erwachsenenbildung, Katholisches Bildungszentrum, VHS Offenburg und Weltladen Regentropfen Offenburg.

Faire Textilien für Herbst und Winter: Neue Chapati-Ware eingetroffen

chapati design, 2016

chapati design, 2016

Wer auf der Suche nach neuen, fairen Kleidungsstücken für den kommenden Herbst und Winter ist, kann gerne zu uns kommen. Wir haben eine große Auswahl an fairer Kleidung verschiedener Lieferanten, wie z.B. Chapati aus Berlin. Vielleicht ist auch etwas für Sie dabei.

Bei uns dürfen Sie die Kleidung unverbindlich anfassen, fühlen, riechen und selbstverständlich auch anprobieren.

Montags bis freitags, durchgehend von 9.30 bis 18 Uhr, samstags von 9 bis 16 Uhr.

FaireWoche 2016 Header

„Farbenfrohe Stickerei aus Peru“ – Hilos y Colores, Produzentenbesuch am 22.09.2016 um 18:30 Uhr

Hilos y Colores, Peru: Stickende Frauen, (c) GloboFaustino Flores Meneses hat sich der Bewahrung und der Weitergabe des kulturellen Reichtums der peruanischen Textilkunst verschrieben. Faustino lernte bereits als Kind das Arbeiten mit Textilien kennen und entdeckte diese Kunst für sich. Seit einigen Jahren setzt er sich mit seinem Unternehmen Hilos y Colores für die indigenen Frauen in der Region Ayacucho ein. Ihnen soll ermöglicht werden, ihre selbstbestimmte Arbeitsweise weiterzuführen und mit ihrem Handwerk ein Einkommen zu erzielen, das ihnen einen guten Lebensunterhalt sichert.

Die Preise für die bestickten Webbänder legen die Frauen in Versammlungen selbst fest. Hilos y Colores stellt aus den fertigen Bändern dann die Gürtel her und organisiert deren Verkauf. Daneben richtet Hilos y Colores Veranstaltungen aus, wie z.B. ein Seminar für Mütter in Zusammenarbeit mit der Universität von Huamanga, und setzt sich für die Opfer des Terrorismus des „Sendero Luminoso“ der 1980er Jahre ein.

Mercedes wird die traditionelle Stickerei bei uns im Laden vorführen.

DWP-Projekt: „Geschafft! Landkauf wird Wirklichkeit!“

Auch unter Teilnahme von Offenburger Bürger.innen konnte das Landkauf-Projekt der Heiveld-Kooperative in Südafrika gelingen:

Heiveld Landkauf Kampagne erfolgreich!

Heiveld Landkauf Kampagne erfolgreich!

Beeindruckt von der breiten Unterstützung zum Landkaufprojekt unseres Partners, der Heiveld-Kooperative in Südafrika, freuen wir uns sehr, zum Abschluss der Kampagne „Gutes Land für fairen Rooibos“ diese tolle Erfolgsmeldung mit allen KundInnen und UnterstützerInnen teilen zu können.

Quelle und weiterlesen: DWP Ravensburg eG

Auch mit diesem Projekt können sich nun die Wirkungen des Fairen Handels weiter entfalten. Wir wünschen gutes Gelingen.

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#Agenda2030 #SDG16: Das können wir besser…

Ein wichtiges Ziel, das in Ziel #SDG17 der UN-Agenda 2030 für eine nachhaltige Entwicklung steht, ist das Ziel einer kohärenten Politik jedes einzelnen Staates. Zu finden unter dem Punkt „Global Targets“ im Abschnitt „Systemic issues – Policy and institutional coherence“ bzw. auf Seite 29 der UN-Resolution der Agenda 2030 für nachhaltige Entwicklung in deutscher Fassung, die Punkte 17.13 bis 17.15.

Es wird noch eine gute Menge Arbeit notwendig sein, um alle 17 Zielen mit ihren Unterzielen umzusetzen. Dies wird nur gelingen, indem wir alle gemeinsam dafür arbeiten und uns alle und die Institutionen weiterentwickeln. So ist zum Beispiel die finanzielle Beteiligung von deutschen staatlichen oder auch privaten Gesellschaften und Unternehmen an Projekten, welche ohne angemessene Partizipation von Betroffenen umgesetzt werden, möglichst bald zu verbieten, wie der folgende Bericht aufzeigt:

DEG-Staudammprojekt in Panama: Flutung ohne Zustimmung von Betroffenen

Köln, 20.06.16    Ohne Einigung mit den betroffenen indigenen Gemeinden hat die Flutung für den panamaischen Staudamm Barro Blanco begonnen. Nach jahrelangen Protesten und Vermittlungsversuchen schaffen die panamaische Regierung und die Betreiberfirma GENISA Tatsachen. Weil das Wasser nur noch wenige Meter von ihren Häusern entfernt ist, befürchten die Betroffenen, schon bald fliehen zu müssen. Dabei vereinbarten Regierung und Indigenen-Vertreter im August 2015, dass ohne eine Einigung nicht geflutet wird.

Quelle: https://www.urgewald.org/presse/deg-projekt-barro-blanco-fotos-infos, abgerufen am 31.8.2016

Hier gälte es das BMZ und die DEG anzufragen, inwieweit dieses Projekt ein Ziel, nämlich #SDG7 – „Zugang zu bezahlbarer, […] nachhaltiger […] Energie für alle sichern“, erfüllen hilft, während die Erfüllung anderer Ziele eher behindert werden. So können durch dieses Projekt folgende Effekte eintreffen:

  • #SDG1 und #SDG2: Aufgrund der notwendigen Umsiedlung der betroffenen Menschen in meist schnell erstellte Wohnblocks in Großstädten, wie dies bereits bei ähnlichen Staudammprojekten in Brasilien geschehen ist, könnten diese Menschen in Armut geraten. Herausgerissen aus ihrem Umfeld, in welchem sie oft seit Generationen lebten, müssen sie in Großstädten nach Arbeit suchen, damit sie Nahrung und Kleidung kaufen können, die sie vor der Umsiedlung meist selbst angebaut oder gefertigt haben.
  • #SDG3: In einer Umgebung, die aufgrund von fehlenden Arbeitsplätzen, zu verwahrlosen droht, können sich Krankheiten eher ausbreiten. Wenn dann noch die von Ahnen seit Jahrhunderten genutzten Pflanzen und Rezepturen nicht mehr wirken können oder nicht greifbar sind, so wird den Menschen auch die Möglichkeit genommen, sich selbst heilen oder behandeln zu können.

Dies ist nur eine unvollständige Aufzählung von 3 weiteren, aber doch wichtigen Zielen der #UN-Agenda2030, die von so einem Staudamm-Projekt in größerem Maße negativ berührt werden. Somit wäre es momentan angebracht, wenn wir unsere Regierung und die an diesem Projekt beteiligten, in Deutschland tätigen oder ansässigen Unternehmen darauf hinzuweisen, dass zuerst das Ziel #SDG16 mit seinem Unterziel 16.7 (Seite 27 der deutschen Fassung) umgesetzt werden sollte, bevor weitere Ziele beeinträchtigt werden:

Dafür sorgen, dass die Entscheidungsfindung auf allen Ebenen bedarfsorientiert, inklusiv, partizipatorisch und repräsentativ ist.

Anhand dieses Beispiels soll gezeigt werden, wie wir als zivilgesellschaftliche Eine-Welt-Akteure die #SDGs verwenden können, um schädliche Entwicklungen bei uns oder in den von uns betreuten Regionen auf der Welt zu verhindern, zu beheben oder zu mindern.