„Worauf warten wir noch?“ – Über die Transition-Town-Bewegung in Ungersheim/Elsass

Foto: Mann führt ein braunes Pferd mit Pflug über einen Acker, wird von Kind und weiterem Mann begleitet

>> Französisch mit deutschen Untertiteln <<

Der Film erzählt die wunderbare Geschichte, wie eine kleine elsässische Stadt mit gerade einmal 2.200 Einwohnern ihren eigenen Transformationsprozess in die Post-Öl-Ära mit geringer Umweltbelastung in Gang setzt. Auf Initiative der Gemeindeverwaltung startete Ungersheim im Jahr 2009 ein partizipatives Demokratie-Programm, das alle Aspekte des täglichen Lebens umfasst. Dabei wird eine Re-Lokalisierung der Lebensmittelproduktion angestrebt, Energiesparen und die Entwicklung erneuerbarer Energien werden gefördert und die lokale Wirtschaft wird durch eine eigene Währung gestützt.

Das Ergebnis: Seit dem Jahr 2005 hat die Stadt 120.000 € an Betriebskosten eingespart und die direkten Treibhausgasemissionen um 600 Tonnen pro Jahr reduziert. Hunderte von Arbeitsplätzen wurden geschaffen. Und lokale Steuern wurden nicht erhöht.

Der Film begleitet die Umsetzung des Programms. Die entstandene Chronik ist eine Inspiration des täglichen Glücks und Stolzes, sich gemeinsam für eine große Sache zu engagieren, für den Schutz unseres Planeten.

Eintritt: 5 €, Abendkasse

Code of Survival – Die Geschichte vom Ende der Gentechnik – Filmgespräch des Offenburger Netzwerks für Nachhaltigkeit

Foto mit einem Setzling in einer Handvoll Erde in Händen, dahinter ein blühender Acker

Der „Code of Survival“, also der Schlüssel zum Überleben, wird von vielen großen Unternehmen in gentechnisch veränderten Pflanzen wie Gen-Mais oder Gen-Soja gesehen. Ganz nebenbei fahren diese Konzerne als Lieferanten von Saatgut und den dazugehörigen Pestiziden damit große Gewinne ein.

Doch die damit einhergehende chemische Behandlung des Bodens hat Folgen: Gifte gelangen in den Nahrungskreislauf, resistente „Superunkräuter“ vermehren sich rasant, die Bodenfruchtbarkeit nimmt ab.

Die biologische Landwirtschaft bietet eine weniger giftige Alternative. Doch kann sie genug Produkte erzeugen, um die Weltbevölkerung zu ernähren?

Bertram Verhaag zeigt anhand von drei Projekten, wie Landwirtschaft ohne chemische Mittel zur Unkrautbekämpfung funktionieren kann. Er besucht eine Teeplantage in Indien, einen Schweinemastbetrieb in Deutschland und ein Projekt für fruchtbare Böden in der Wüste. In welcher Art von Landwirtschaft die Zukunft auf unserem Planeten liegt, kann der Zuschauer am Ende selbst entscheiden.

Dokumentarfilm – D 2016, 95 min

Regie: Bertram Verhaag

Eintritt: 5 €, Abendkasse

Before the flood – Filmgespräch des Offenburger Netzwerks für Nachhaltigkeit

Grafik: Landschaft in der Mitte ein Baum, der links grün, recht verdorrt ist, wie die Graslandschaft

Der Hollywoodstar Leonardo DiCaprio setzt sich bereits seit vielen Jahren für Klimaschutz ein. Nach „The 11th Hour“ aus dem Jahr 2007 hat er letztes Jahr einen zweiten Umweltfilm veröffentlicht: „Before the Flood“ ist das Resultat von drei Jahren Reisen zu sehr unterschiedlichen Orten auf der Erde, um den Zuschauern die direkten Auswirkungen des Klimawandels deutlich vor Augen zu führen. Der Mensch hat den unberührten Landschaften von Grönland bis nach Indonesien unwiderruflichen Schaden zugefügt: Bedrohte Tierarten sterben aus, das Klima spielt verrückt und Ureinwohner kämpfen um ihr Überleben.

Der Film zeigt den Status quo auf, sucht aber auch nach Lösungsansätzen. Dafür schenkt DiCaprio nicht nur berühmten Persönlichkeiten wie Barack Obama, Ban Ki-moon und Papst Franziskus Gehör. Er lässt auch Naturschützer, Wissenschaftler und Aktivisten aus Industriestaaten und Entwicklungsländern zu Wort kommen – allesamt Menschen, die sich für den Umweltschutz engagieren.

Dokumentarfilm, USA 2016, 96 Minuten – https://www.beforetheflood.com/

Regie: Fisher Stevens

Eintritt: 5 €, Abendkasse

Racing Extinction: Das Ende der Artenvielfalt? – Filmgespräch des Offenburger Netzwerks für Nachhaltigkeit

Grafik: Erdekugel, durch Uhrzeiger schon zu zwei Drittel abgelaufen, rechte Seite Köpfe verschiedener Wildtiere

Es ist beunruhigende Gewissheit: Die ignorante Haltung der Menschheit gegenüber der Natur zieht ein weltweites Aussterben von Tier- und Pflanzenarten mit sich. Die Hälfte aller Arten und in besonderem Maße die Meerestiere sind bedroht.

Gemeinsam mit Wissenschaftlern, Umweltschützern und Ingenieuren kämpft der Oscar®-prämierte Dokumentarfilmer Louie Psihoyos (Die Bucht) um umfassende Aufmerksamkeit für dieses globale, drängende Problem. Die oftmals als Undercover-Aktionen gefilmten Aufnahmen setzen ein aufrüttelndes Zeichen und offenbaren die katastrophalen Folgen menschlichen Handelns.

Dieser Film verändert nicht nur die Sicht auf unseren fragilen Planeten, sondern zeigt auch, was wir tun können und müssen, um die Artenvielfalt zu bewahren.

Dokumentarfilm, USA 2015, 94 Minuten – http://racingextinction.com/the-film/

Regie: Louie Psihoyos

Eintritt: 5 €, Abendkasse

(R)Evolution – Es geht um unser Überleben – Filmgespräch des Offenburger Netzwerks für Nachhaltigkeit

Grafik: Baobab-Baum, der auf einer kleinen Insel im Wasser schwimmt

In seinem zweiten Dokumentarfilm geht der kanadische Unterwasserfotograf und Meeresbiologe Rob Stewart („Sharkwater“) den Ursachen und Folgen der Ozeanversauerung nach und fragt Biologen, Klimaexperten und Öko-Aktivisten, wie man das drohende Massenaussterben verhindern könnte.

Warum die von der Wissenschaft vorgeschlagenen Lösungen dringend umgesetzt werden müssen, bringt einer der Befragten auf den Punkt: „Keine Zivilisation überlebt die systematische Zerstörung ihrer natürlichen Lebensgrundlage. Wir sind da keine Ausnahme.“

Rob Stewart zeigt uns in atemberaubend schönen Bildern eine Welt, die es so nicht mehr lange geben wird. Wenn wir nicht sofort Maßnahmen ergreifen: Die globale Erwärmung durch die Verbrennung fossiler Rohstoffe und die Überbevölkerung der Erde müssen gestoppt werden. Stewart klagt nicht nur an, er lässt auch die Gegenseite zu Wort kommen. Und zeigt, dass immer mehr Menschen es begriffen haben und sich dagegen wehren. Ein Film nicht nur über unsere Umwelt – sondern auch ein Film der Hoffnung und Inspiration gibt.

Dokumentarfilm, USA 2016, 96 Minuten – http://therevolutionmovie.com/

Regie: Rob Stewart

Eintritt: 5 €, Abendkasse