#Agenda2030 – Was ist denn das?

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Liebe Eine-Welt-Engagierte,
liebe Weltladen-Kundinnen,

Ende 2015 haben die Regierungen der Erde im Rahmen der UN sich auf ein großes Dokument verständigt: die globale Agenda 2030 für eine nachhaltige Entwicklung, auch unter dem Begriff SDG (=Sustainable Development Goals) oder Nachhaltigkeitsentwicklungsziele bekannt. Sie werden in den kommenden 15 Jahren die Prozesse der Milleniumsentwicklungsziele „fortschreiben“, die in 2015 ausgelaufen sind.

#SDG16: Friedliche und inklusive Gesellschaften im Sinne einer nachhaltigen Entwicklung fördern, allen Menschen Zugang zur Justiz ermöglichen und effektive, rechenschaftspflichtige und inklusive Institutionen auf allen Ebenen aufbauen
#SDG16: Friedliche und inklusive Gesellschaften im Sinne einer nachhaltigen Entwicklung fördern, allen Menschen Zugang zur Justiz ermöglichen und effektive, rechenschaftspflichtige und inklusive Institutionen auf allen Ebenen aufbauen

Unter dem Hashtag #Agenda2030 werde ich in unregelmäßigen Abständen die Agenda 2030 im Allgemeinen und das Ziel Nummer 16 (#SDG16) erläutern und die aktuelle Inlands- wie Auslandspolitik Deutschlands in Bezug nehmen, um uns allen die SDG etwas verständlicher zu machen und die Kohärenz unserer Politik zu verdeutlichen bzw. in Frage zu stellen, um gegebenenfalls gemeinsam auf die Politik einwirken zu können.

Wer sich selbst informieren will, dem empfehle ich folgende Links:

Brasilianischer Abend und Menschenkicker in Offenburg

Offenburg Nachhaltigkeitstage 2016-06-02Gemeinsam mit dem Klimaschutzbüro der Stadt Offenburg, dem Verein Afrikanischer Studenten in Offenburg – VASO und dem VfR Elgersweier haben wir zwei Veranstaltungen geplant, zu denen wir euch ganz herzlich einladen:

SDG-Veranstaltungen in Stuttgart und Freiburg

Im April gibt es 2 interessante Veranstaltungen des N!-Büro für kommunale Nachhaltigkeit der LUBW zu den Globalen Nachhaltigkeitszielen (SDG):

Tagung „Globale Nachhaltigkeitsziele – Lokale Verantwortung?“ am 22. April 2016 in Stuttgart

Im September 2015 haben die Vereinten Nationen die Agenda 2030 und 17 neue Nachhaltigkeitsziele (Sustainable Development Goals – SDG) verabschiedet. Ein Ziel umfasst die nachhaltige Gestaltung von Städten und Gemeinden, andere sprechen Themen wie Klimaschutz, nachhaltigen Konsum oder globale Partnerschaften an. Was bedeuten diese Ziele für Kommunen und Aktivitäten vor Ort? Wie können sie gemeinsam mit Land und Bund umgesetzt werden? Diese Fragen stehen im Mittelpunkt der Veranstaltung. Nach einleitenden Vorträgen werden in moderierten Arbeitsgruppen die einzelnen Nachhaltigkeitsziele und ihre Bedeutung für Kommunen und die Arbeit vor Ort  diskutiert. Die Veranstaltung richtet sich an kommunale Mitarbeiter und in Initiativen oder Verbänden für eine nachhaltige Kommunalentwicklung tätige Personen.

Die Veranstaltung findet statt am 22. April 2016 von 10 bis 16 Uhr in Stuttgart (Nähe Hauptbahnhof) statt. Die Veranstaltung ist kostenfrei. Fahrtkosten können erstattet werden. Anmeldung und weitere Informationen: LUBW

Regionaler Workshop am 29. April 2016 in Freiburg „Zukunft vor Ort gestalten“ und weitere Termine dieser Art

Wie können Aktivitäten für eine nachhaltige Entwicklung der Kommunen wie Lokale-Agenda-Prozesse oder andere Initiativen angestoßen, weitergeführt und neu belebt werden? Dies wird auf diesem Workshop besonders in Kleingruppen diskutiert und erarbeitet. Ziel ist, für die örtlichen Aktivitäten die nächsten Schritte und Hilfestelllungen aufzuzeigen. Zielgruppe des Workshops sind alle für eine nachhaltige Entwicklung vor Ort Interessierte und Aktive, also sowohl ehrenamtlich als auch hauptamtlich Tätige.

Weitere Workshops mit diesem Veranstaltungsformat sind auch in anderen Regionen möglich, wenn sich entsprechende Kooperationspartner finden. In Heidelberg findet am 10. Juni 2016  gemeinsam mit örtlichen Gruppen ein ähnlicher Workshop statt.

Die Workshops in Freiburg am 29.04.2016 und in Heidelberg am 10.06.2016 finden Freitag nachmittags von 14.00 Uhr bis 17.30 Uhr statt.. Die Veranstaltungen sind kostenfrei. Anmeldung und weitere Informationen: LUBW (bitte gewünschten Termin anklicken).

Weitere Termine in Mittelbaden und darüber hinaus sind unter Link Mittelbaden zu finden.

Eine-Welt: Deutsche Nachhaltigkeitsstrategie 2016 – Dialog Süd am 11.12.2015

Folgende Einladung zu einem Dialog mit der Bundesregierung leite ich hiermit gerne weiter, denn es lohnt sich für eine nachhaltige Politik einzusetzen. Je größer die öffentliche Beteiligung, desto schwieriger wird es für diese oder nachfolgende Regierungen Tedenzen, die auf solchen Dialogen festgehalten werden, zu ignorieren.

Für den Dialog in Stuttgart, kann man sich bis zum 27.11.2015 ausschließlich online und vollständig anmelden.

„Eine-Welt: Deutsche Nachhaltigkeitsstrategie 2016 – Dialog Süd am 11.12.2015“ weiterlesen

Fair reisen – geht das? – Frank Herrmann lieferte Antworten und Anregungen

Frank Herrmann - Journalist und Buchautor
Frank Herrmann – Journalist und Buchautor

Am Donnerstagabend hat Frank Herrmann die Besucher des Vortrages „Fair reisen – ein Baustein einer nachhaltigen Lebensweise“ auf eine Reise durch die Auswirkungen unseres Reiseverhaltens mitgenommen. Wie sehr unser Verhalten an den Urlaubsorten dieser Welt die Einheimischen selbst in europäischen Großstädten wie Barcelona stört hat Herrmann eindrücklich dargestellt.

Dass wir, oft ohne Absicht und ohne Reflexion, in einen „Urlaubsmodus“ umschalten, sobald wir in einen Flieger, einen Buseinsteigen oder auf ein Schiff gehen, zeigte er nicht nur anhand von Fotos, die wilde Müllkippen an Stränden, neben Touristendörfern oder auch einfach neben Straßen zeigten, sondern auch indem er uns vorrechnete, wieviel Plastikmüll wir durch Begrüßungscocktails, Wasserflaschen in Restaurants, Hotels und auf Tagesausflügen entstehen lassen. Dass die Müllberge auch durch die einheimische Bevölkerung „befüttert“ werden ist mithin ein Nebenprodukt des Tourismus und auch der globalen Wirtschaft.

Als Auswege stellte Frank Herrmann verschiedene Möglichkeiten vor: so kann jeder die CO2-Belastung seiner Reise – egal ob mit Flugzeug, Schiff oder Auto – kompensieren, z. B mit Atmosfair, myclimate oder Klimakollekte. Er selbst hat ein Projekt in Südostasien besucht, bei dem in einem Verarbeitungsprozess von Maniok-Wurzeln das entstandene Methan eingefangen und zur Befeuerung genutzt wurde. Dadurch wurde zum Einen das Entweichen von Methan in die Atmosphäre verhindert und zum Anderen wurde die bisher zur Feuerung verwendete Kohle durch das Methan ersetzt. Hierdurch werden mehrere tausend Tonnen CO2 pro Jahr vermieden. Solche und ähnliche Projekte, welche die Entstehung der Treibhausgase verringern und zusätzlich bereits entstandene Treibhausgase kompensieren, werden von den Klimakompensationsdienstleistern finanziert.

Fair einkaufen – aber wie? – 5. Auflage

Ein weiterer Baustein für eine nachhaltige Lebensweise ist neben dem Fairen Handel auch das längere Gebrauchen von Kleidung, Elektrogeräten – und auch das Reparieren dieser Gebrauchsgegenstände. Hierbei helfen auch die verschiedenen Repair-Cafés, wie zum Beispiel das Offenburger Repair-Café, welches – mit wenigen Ausnahmen – immer am 3. Samstag im Monat stattfindet. Das nächste also am 17. Oktober.

Wer noch mehr über die Möglichkeiten einer nachhaltigen Lebensweise erfahren möchte, kann zum Einen weitere Vorträge von Frank Herrmann besuchen oder sein Buch in der neuesten, fünften Auflage „fair einkaufen – aber wie?“ kaufen – auch bei uns im Weltladen.