Segel-Kaffee: seit Jahrzehnten der erste Kaffee, der mit einem Segelfrachter kommt!

Heutzutage muss alles schnell gehen bzw. kommen. Die heute bestellten Schuhe, Kleider, Smartphones und Weihnachtsgeschenke müssen morgen schon da sein. Dass dies zu immer mehr Ressourcenverschwendung und ausbeuterischen Arbeitsbedingungen führt, wird immer mehr Menschen bewusst.

Der Faire Handel der Weltläden tritt diesem Dogma entgegen: wir unterstützen mit Café Chavalo eine Renaissance der Segelfrachter – der Segel-Kaffee.

In diesem Kaffee steckt die Kraft des Windes

Was wir heute tun, bestimmt wie wir morgen leben: Die derzeit mehr als 90.000 Containerschiffe sind mit Abstand die größten Verschmutzer im Transportsektor. Die 1920 gebaute Avontuur ist das Symbol für eine Bewegung, die nicht nur aufzeigt, welche immense Menge an Schadstoffemissionen durch die weite Trennung von Produktionsstätte und Vertriebsort entstehen, sondern auch gleich die Lösung durch emissionsarmen Transport bietet.

Für uns hat die Avontuur 30 Sack fair gehandelten Rohkaffee in Bio-Qualität aus Nicaragua nach Deutschland gebracht. Bei der Verschiffung per Frachtsegler wurden ca. 90 Prozent weniger CO2 freigesetzt als beim konventionellen Transport. Mit Lastenfahrrädern wurden die Säcke umweltfreundlich zum Zwischenlager in Hamburg befördert und mit Hilfe von CO2-Zertifikaten haben wir die danach entstehenden Emissionen für den Weitertransport sowie die Weiterverarbeitung in Deutschland ausgeglichen.

Quelle: http://cafe-chavalo.de/home/63-segel-kaffee-250g.html

Angebot des Monats: Bio Café Organico – Deutschlands nachhaltigstes Produkt

Unser aktuelles Angebot: Sie erhalten die 250 Gramm-Packung Bio Café Organico gemahlen für 3,99 €, statt 4,79.

Peter Schaumberger, GEPA-Geschäftsführer für Vertrieb und Marketing, sagte anlässlich der Preisverleihung [zum Deutschen Nachhaltigkeitspreis, ergänzt J. Walter]: „Der Café Orgánico war 1986 der erste fair gehandelte Biokaffee in Deutschland. Heute ist er ein GEPA-Klassiker, liegt bei unseren Kundinnen und Kunden ebenfalls unangefochten an erster Stelle. Die Auszeichnung ist eine schöne Bestätigung dafür, dass bio und fair eine gelungene Einheit bilden. Davon profitieren Konsumenten wie Produzenten.“

Quelle: GEPA – The Fair Trade Company

Perspektiven für Kaffeekleinbauern in Lateinamerika

Den Rohkaffee für den Café Orgánico bezieht die GEPA unter anderem von Kleinbauernkooperativen aus Mexiko, Honduras oder Peru. Durch Fairen Handel haben die Kaffeebauern bessere Perspektiven. Das ist die Voraussetzung für Qualität auf allen Ebenen, wie es auch Roberto René Gonzalez, Kaffeebauer und Geschäftsführer der honduranische Kaffeekooperative RAOS (Cooperativa Regional Mixta de Agricultores Organicos de la Sierra), zum Ausdruck bringt: „Kaffee ist Kaffee, er ist überall Kaffee, aber wir wollen eine andere Art von Genossenschaft sein. Eine Genossenschaft der Verbindungen, der Freundschaft, denn die Qualität liegt nicht nur in der Bohne, in der Kirsche, sondern auch in den Beziehungen im Austausch, in der Kommunikation. Nun, es gibt viele Dinge, die die Qualität ausmachen.“

Quelle: GEPA – The Fair Trade Company

Hinweis: Angebot gilt nur für haushaltsübliche Menschen und solange Vorrat reicht.

Landraub mit deutscher Unterstützung? – Warum wir handeln müssen.

Foto einre Filmszene: afrikanische Menschen auf dem Boden sitzend vor einem Baum, Busch im Hintergrund
Quelle: Szenenfoto © EZEF

Am 8. November hat eine kleine Zuschauerrunde den Hamburger Filmemacher Michael Enger mit Fragen gelöchert. Dies kam, weil sie zuvor den Film „Der Fall Mubende und der bittere Geschmack der Vertreibung“ gesehen haben. – Für alle die dies verpasst haben, ist der Film auch bei der Deutschen Welle zu sehen.

Im Film wird deutlich, dass einer der größten Rohkaffeeimporteure weltweit, die inhabergeführte Neumann-Gruppe GmbH – http://www.nkg.de/ – aus Hamburg, von der Vertreibung auf dem Gebiet ihrer heutigen „Vorzeige-Plantage“ Kaweri in Uganda gewusst hat und mit hoher Wahrscheinlichkeit dies auch gutgeheißen hat. Obwohl es ein Gerichtsverfahren am High Court in Uganda mit einem Urteil gegen die Anwälte des Staates und des Plantagenbetreibers gibt, sieht die deutsche Politik keine Notwendigkeit, dieses Vorgehen zumindest politisch zu ahnden. Armutsbekämpfung in Entwicklungsländern mit deutscher Unterstützung sollte dies jedoch tun.

Ein Unternehmen, dass sich folgenden Werte verplfichtet und diese auch auf der Webseite anpreist – siehe http://www.nkg.de/ueberuns/werte, geladen am 14.11.17 – nur auszugsweise:

  1. aus Wert Nr. 1: „Wir betreiben uns Geschäft mit Herz und Verstand“
  2. aus Wert Nr. 3: „Unser Ziel ist es, für alle Beteiligten einen messbaren Nutzen zu erzeugen.“
  3. aus Wert Nr. 4: „Wir […] arbeiten in einem Klima von Solidarität und fairem Handel.“
  4. aus Wert Nr. 5: „Gleichzeitig sehen uns in der Verantwortung, einen positiven Beitrag zur Gesellschaft und zur Umwelt zu leisten.“

Wie passen solche Aussagen zu den Vertreibungen, selbst wenn einige der Bäuerinnen und Bauern einen Vertrag unterschrieben haben, welcher in einer Sprache bzw. einer Schrift verfasst ist, die sie nicht verstehen oder gar lesen können? Wo ist hierbei das Herz? Was ist der messbare Nutzen eines neuen Stück Land, auf dem sie nichts anbauen können? Wo ist der positive Beitrag zur Gesellschaft, wenn auf einer Fläche von knapp 1.800 ha Kaffee-Plantage nur noch 250 Beschäftigte arbeiten, wo vorher mehrere hundert, nach FIAN-Angaben über 2.000 Menschen gelebt haben, sich ernährt haben? Die Saisonarbeiter werden davon nicht besser leben können, auch wenn die „Bezahlung […] deutlich über vergleichbarer Arbeit auf ugandischen Tee- und Zuckerplantagen“ liegt – so die Neumann Gruppe – http://www.nkg.de/userfiles/Documents/2013-02-01-kaweri-clean-title-de.pdf.

Was wir nun tun können bzw. müssen:

    • Den Film „Der Fall Mubende“ ansehen und weiterleiten: http://www.dw.com/de/der-fall-mubende/av-41308110, auch in Englisch und Spanisch:
      • „The Mubende Coffee Plantation and the Bitter Taste of Eviction“
        http://www.dw.com/en/the-mubende-coffee-plantations-and-the-bitter-taste-of-eviction/av-37074814
      • spanische Fassung:
        „El caso Mubende y el amargo sabor de la expulsión“
        http://www.dw.com/es/el-caso-mubende-y-el-amargo-sabor-de-la-expulsi%C3%B3n/av-37074688
    • Die eigenen Lieblingskaffeeröster persönlich anfragen, ob sie Rohkaffee von der Neumann Gruppe beziehen. Falls ihre Röster dies nicht wissen, sollten diese dies klären und lasst es euch bestätigen.
    • Einen Protestbrief oder eine -Mail an die Neumann Gruppe schreiben.
    • Die Forderungen von CorA, Forum Menschenrechte und FIAN an die Politik an die gewählten Abgeordneten weiterleiten: http://www.cora-netz.de/cora/wp-content/uploads/CorA-ForumMR_Steckbrief-KaweriCoffeePlantation.pdf
    • Petition zur Stärkung der Rechte von Kleinbäuerinnen und Kleinbauern weltweit unterzeichnen: https://www.fian.de/mitmachen/aktionen/petition-peasants-rights/
EU-weite Petition zur Stärkung der Kleinbauernrechte
EU-weite Petition zur Stärkung der Kleinbauernrechte

Vom Strauch in die Tasse – alles über Kaffee

Kaffeepflückerinnen in Bolivien
Kaffeepflückerinnen in Bolivien

Wir trinken in Deutschland im Durchschnitt 2 – 3 Tassen Kaffee am Tag. Bis er bei uns am Kaffeetisch sein Aroma verbreitet, hat der Kaffee eine weite Reise hinter sich. In diesem Seminar fragen wir nach: Woher kommt die tägliche Dosis unseres Muntermachers? Wir betrachten die Bedingungen, unter denen Menschen arbeiten, wenn sie Kaffeebohnen ernten und weiterverarbeiten. Dabei wird besonders auf die Bedeutung von Fairem Handel und Bio-Zertifikaten eingegangen.

Daneben fragen wir auch aus unserer Perspektive als KonsumentInnen: Wie entfaltet das Koffein seine Wirkung in unserem Körper und was ist entscheidend für einen magenfreundlichen Kaffeegenuss? Nach diesem kurzweiligen Seminar werden Sie neuen Geschmack an Ihrer täglichen Tasse Kaffee finden.

Eintritt: 3 € – für Weltladen-MitarbeiterInnen frei

Veranstalter: Weltladen Regentropfen, BUND Ortenau, Evangelische Erwachsenenbildung, Katholisches Bildungszentrum Offenburg

Um Anmeldung wird gebeten.

Vom Strauch in die Tasse – ein kurzweiliges Kaffeeseminar in Gengenbach

Unser Mitarbeiter Reinhard Braun wird am 20. Oktober von 19 bis 21.15 Uhr im Café Honig in Gengenbach ein Kaffeeseminar halten:

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Kaffee ist das beliebteste Getränk in Deutschland. Wir trinken im Durchschnitt 150 Liter im Jahr. Das sind 2-3 Tassen am Tag. Doch wo kommt unser Kaffee her? Wie wird er verarbeitet? Wie wirkt er auf unsere Gesundheit? Was ist entscheidend für einen magenfreundlichen Genuss? Viel Wissenswertes rund um den Kaffee wird in diesem kurzweiligen Kaffeeseminar angesprochen. Es besteht die Möglichkeit Kaffee und Tee während der Veranstaltung zu trinken.

Quelle: VHS Ortenau